Das Fazit der Jury zum erstmals international ausgelobten wemhöner award 2004:
In einer solchen Auseinandersetzung mit der unverbrauchten Kreativität junger Studenten und Berufsanfänger liegt eine große Chance der Industrie, die Grenzen des Machbaren kritisch zu überprüfen. Denn neue Technologien haben immer zu neuen Produktgestalten geführt, wenn nach einer Phase des ungelenken Umgangs schließlich sinnhafte wie ganzheitliche Lösungen des Designs auf die erweiterten Grenzen der technischen Möglichkeiten gestoßen sind. - Und heute? - Design ist heute mehr als eine schöne Formfindung, aber auch weit mehr als eine bloße Konsequenz der technischen Produktionsweise. Design ist zunehmend der entscheidende Wettbewerbsfaktor, die ultimative persönliche Produktqualität. Denn Design ist immer auch eine Art, die Welt in der wir leben zu erklären und mit allen Sinnen zu erfahren, den eigenen Standpunkt zu definieren, uns selbst gar neu zu erfinden.
In diesem Sinne sind die Einreichungen ein »kraftvoller Aufschlag« der nachwachsenden Gestalter, die zu einem nicht minder »engagierten Return« der Technologieentwickler und »ausgeprägter Beinarbeit« der industriellen Anwender auffordern. Der Ball ist über die Schnur ...
Leiter Produktentwicklung, Kusch + Co Sitzmöbelwerke GmbH & Co. KG, Hallenberg
zur Person
Robert de le Roi, geboren 1961 in Gettorf, ist seit 1999 ist Leiter der Produktentwicklung beim Sitzmöbelhersteller Kusch+Co in Hallenberg. Nach Tischlerlehre und Studium zum Diplom-Industrie Designer war er als Assistent bei Prof. Hans Ell in Kassel tätig. Daneben arbeitete Robert de le Roi als Industrie Designer für Firmen, wie Castelli und Sony und ist mehrfacher Gewinner des Du Pont Design Award.
kurzes Statement
In der Vergangenheit haben neue Technologien zu einer neuen Produktgestalt geführt, da kreative Gestalter und Produzenten die Grenzen des Machbaren gesucht und dann sinnhaft in ganzheitlichen Lösungen realisiert haben. Die 3D-Beschichtungstechnologie bietet ein solches Spielfeld für innovative Neuerungen und verhilft dem wemhöner award 2004 zu einer selten gewordenen Herausforderung.














