Das Fazit der Jury zum erstmals international ausgelobten wemhöner award 2004:
In einer solchen Auseinandersetzung mit der unverbrauchten Kreativität junger Studenten und Berufsanfänger liegt eine große Chance der Industrie, die Grenzen des Machbaren kritisch zu überprüfen. Denn neue Technologien haben immer zu neuen Produktgestalten geführt, wenn nach einer Phase des ungelenken Umgangs schließlich sinnhafte wie ganzheitliche Lösungen des Designs auf die erweiterten Grenzen der technischen Möglichkeiten gestoßen sind. - Und heute? - Design ist heute mehr als eine schöne Formfindung, aber auch weit mehr als eine bloße Konsequenz der technischen Produktionsweise. Design ist zunehmend der entscheidende Wettbewerbsfaktor, die ultimative persönliche Produktqualität. Denn Design ist immer auch eine Art, die Welt in der wir leben zu erklären und mit allen Sinnen zu erfahren, den eigenen Standpunkt zu definieren, uns selbst gar neu zu erfinden.
In diesem Sinne sind die Einreichungen ein »kraftvoller Aufschlag« der nachwachsenden Gestalter, die zu einem nicht minder »engagierten Return« der Technologieentwickler und »ausgeprägter Beinarbeit« der industriellen Anwender auffordern. Der Ball ist über die Schnur ...
Vizepräsidentin des Bundes der Deutschen Innenarchitekten e.V. (BDIA), Bonn
zur Person
Beate Döring,, geboren 1961in Bonn, studierte Innenarchitektur in Detmold und Immobilienökonomie an der ebs in Oestrich-Winkel. Sie arbeitet seit 1989 als freischaffende Innenarchitektin. Seit 1996 führt Sie das Planungsbüro >doering_mueller_concpet - wir beleben gebaeude<, gemeinsam mit Thomas Müller in Bonn. Daneben engagiert sich Beate Döring seit Mitte der neunziger Jahre als Vizepräsidentin im Bund Deutscher Innenarchitekten e.V. (BDIA) in Bonn für den Berufsstand und das Berufsbild der Innenarchitekten.
kurzes Statement
»Immer wieder wird der stärkere Praxisbezug an den Hochschulen gefordert, sowohl von zukünftigen Arbeitgebern, als auch von Berufsverbänden. Der wemhöner award geht in der Vernetzung von Studierenden und der Industrie mit gutem Beispiel voran. Ich bin davon überzeugt, dass diese Form der anwendungsbezogenen Förderung einer "gemeinsamen Bildungsverantwortung" in höchstem Maße Rechnung trägt.«














