Das Fazit der Jury zum erstmals international ausgelobten wemhöner award 2004:
In einer solchen Auseinandersetzung mit der unverbrauchten Kreativität junger Studenten und Berufsanfänger liegt eine große Chance der Industrie, die Grenzen des Machbaren kritisch zu überprüfen. Denn neue Technologien haben immer zu neuen Produktgestalten geführt, wenn nach einer Phase des ungelenken Umgangs schließlich sinnhafte wie ganzheitliche Lösungen des Designs auf die erweiterten Grenzen der technischen Möglichkeiten gestoßen sind. - Und heute? - Design ist heute mehr als eine schöne Formfindung, aber auch weit mehr als eine bloße Konsequenz der technischen Produktionsweise. Design ist zunehmend der entscheidende Wettbewerbsfaktor, die ultimative persönliche Produktqualität. Denn Design ist immer auch eine Art, die Welt in der wir leben zu erklären und mit allen Sinnen zu erfahren, den eigenen Standpunkt zu definieren, uns selbst gar neu zu erfinden.
In diesem Sinne sind die Einreichungen ein »kraftvoller Aufschlag« der nachwachsenden Gestalter, die zu einem nicht minder »engagierten Return« der Technologieentwickler und »ausgeprägter Beinarbeit« der industriellen Anwender auffordern. Der Ball ist über die Schnur ...
Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf
(Vertreten durch Herrn Heiner Kleffner)
zur Person
Hartmut Krebs, geboren 1946 in Isny im Allgäu, ist heute Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-Westfalen. Die politische Laufbahn des studierten Diplom-Volkswirtes führte ihn vom Regierungspräsidium Düsseldorf über die Staatskanzlei in verschiedene Ministerien des Landes und brachte ihn immer wieder in enge Verbindung mit dem Thema Design, insbesondere in der Außenwirtschaftsförderung des Landes und nicht zuletzt im Technologie- und Know How-Transfer zwischen Hochschulen und Wirtschaft.
kurzes Statement
Der wemhöner award 2004 liegt zwischen realen Designvisionen und einer Welt der Möglichkeiten, die immer dann zustande kommt, wenn man sich aus den Gezwungenheiten der Realität löst und nicht nur seiner Phantasie, sondern seinen Emotionen Freiheit lässt. Deshalb ist der wemhöner award etwas ganz besonderes, wenn er sowohl dem übergreifenden als auch dem vernetzten Denken freien Raum gibt und jungen sich begeisternden Designer eine Forum des Wettbewerbs gibt. Die 3-D-Technologie bietet einerseits neue Entwurfsdimensionen, andererseits ist sie heute schon fas ein Teil der neuen Medienkunst. Somit wird durch den wemhöner award Buisness- und Industriedesign einer breiten Öffentlichkeit spielerisch künstlerisch präsentiert. In der Region könnte und sollte dadurch eine neue internationale Dialogqualität entstehen. Nordrhein-Westfalen ist ein Land des klassischen wie neuen Industriedesigns, das damit für seine Unternehmen Europa- und weltweit positionieren will, ob in Ostwestfalen mit dem wemhöner award, auf Zeche Zollverein mit der design school, mit dem Designzentrum NRW und der geplanten Weltpräsentation entrY in 2005.














