wettbewerb 

Titel der Arbeit: »technology and social problems« (1 CD-ROM )
Name: Sandru Ioana
Ort: Dradea, 3700 - Bihor [Rumänien (Romania)]
Hochschule: Universitatea de Arta si Design, Cluj
Studiengang: Design; 8. Semester

Abstract (übersetzt aus dem Englischen)
Beschichtungstechnologie wird fast ausschließlich verwendet, um traditionelle Formen oder die Beschaffenheit hölzerner Oberflächen nachzuahmen. Ich dachte an ein Projekt, das nicht nur aus ästhetischen Gründen von der 3D-Beschaffenheit abhängt, sondern auch aus einen realistischen Grund: praktischer Nutzen. Heute gibt es eine Menge Tätigkeiten zugunsten des Behindertensports. Viele Familien sind auf der Suche nach einer Umgebung für (ihr) behindertes Kind. Neben der körperlichen und geistigen Entwicklung, ist es auch ein unglaubliches Mittel zur Sozialisierung. Es ist für die behinderte Person ein Weg aus der Isolation und der Monotonie des täglichen Lebens. Es ist aber auch ein pädagogisches Mittel für die Anderen, Unterschiede zu verstehen und die Existenz von Behinderten wahr-zunehmen. [?]. Es ist ein Design mit weichen Formen der Kunst-stofftechnologie: es verwendet unterschiedliche Beschaffenheiten des Überlagerns. Es hat eine emotionale Qualität und behebt ein reales Problem.

Urteil der Jury:
Das Projekt »technology and social problems« thematisiert die sensorische Stimulanz von Raumkleidern für gehandicapte Menschen (stark sehbehinderte und blinde Menschen) durch eine vollkommen neue Art der reliefhaften Gestaltung von Wandpannels. Aus der Überlagerung von verschiedenen ikonhaften Emblemen (deren Diversifikation je nach Einsatzort vorstellbar wäre) mit einer organisch anmutenden Grundgestalt aus fortlaufenden Wegführungen und platzähnlichen Erweiterungen erwächst gemeinsam mit einer frischen Farbgebung eine zukunftsweisende Neuinterpretation des Flächenornaments, das nicht nur in seiner Formensprache den Charakter von Trainingswänden des Indoor-Climbing-Sports adaptiert, sondern gleichfalls die starke Aufforderung zur unmittelbaren taktilen Erfahrung. Nach Meinung der Jury ist es hier in besonders herausragender Weise gelungen mit den modernen Mitteln der dreidimensionalen Kunststoffbeschichtung optische und haptische Reize zu einer hohen emotionalen Qualität der Oberflächengestaltung zu verschmelzen und damit einen überzeugenden Beitrag zu Integration gehandicapter Menschen zu leisten.