Titel der Arbeit: »Chair« 1 Chart (590 x 590 mm, gerollt)
Name: Petric Seipel - gemeinsam mit: Mareike Schnurr, Rainer Goda, Sebastian Schmidt, Frank Heilen, Ingo Möller
Ort: 30161 Hannover, Deutschland
Hochschule: FH Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen
Studiengang: Holzingenieurwesen, 7. Semester
Abstract
Heutige Wohntrends passen sich dem Nomadenleben der Globalen Generation an. Statik ist Vergangenheit. Es lebe die Mobilität. Chair trägt diesem Grundgedanken Rechnung, indem das Möbel schnell auf- und abgebaut werden kann und so extrem breit einsetzbar ist, ob zuhause an der Küchentheke oder als Barhocker einer temporären Cocktailbar. Chair ist mobil und flexibel. Chair kombiniert technische Funktionen der Beschichtung, wie z.B. Filmscharnier, Verschluss und Luftkissen, sowie die herkömmlichen Anwendungsgebiete, Schutz und Optik.
Urteil der Jury:
»chair« ist ein extrem leichter und leicht zu »zerlegender« Sitz, der in seiner reduzierten Gestalt gleichsam Sinnbild des modernen Nomadentums sein will. Die Gruppenarbeit überzeugt besonders nachhaltig auf den zweiten Blick, denn auf der technischen Ebene kommen der dreidimensionalen Beschichtung jenseits der Umhüllung ganz neuartige Aufgaben zu. Die herkömmliche Funktion der Oberflächenbeschichtung als optischer Abschluss eines dreidimensional durchgebildeten Objektes wird wesentlich um technische Funktionen wie den Luftkissensitz (Folienformat übernimmt die Verantwortung für die Form), die Scharnierfunktion zwischen Sitz und Beinen und die Verschlussfunktion zwischen den Beinen erweitert. Nach Meinung der Jury birgt dieser Ansatz durch verblüffende neue Beschichtungsfunktionalitäten ganz besondere Potenziale, die Anwendungsfelder der modernen 3D-Technologie weit über die Grenzen des Bekannten hinauszuschieben. Der Entwurf ist somit als echte Herausforderung zur technischen Innovation der Beschichtungsstoffe, Klebstoffe und -technologien zu verstehen.








