wettbewerb 

Titel der Arbeit: »Die weiche Wanne« - 1 Chart (590 x 860 mm, auf Faserplatte aufgezogen)
Name: Claas Ratjen - gemeinsam mit: Jens Claaßen, Holger Riehl, Marco Heuschmann, Christian Struckmeier
Ort: 31134 Hildesheim, Deutschland
Hochschule: FH Hildesheim/ Holzminden/ Göttingen
Studiengang: Holzingenieurwesen

Abstract
[...]. Es handelt sich um eine gepolsterte Bade- oder Duschwanne. Nicht nur partiell beschichtet, sondern komplett an allen berührbaren Flächen. Gedacht ist an eine Starkfolienbeschichtung einer speziellen Polsterschicht. Die Folie kann zusammen mit Polstermaterial als Sandwichbauteil auf den Wannengrundkörper mit Hilfe von Membranpressen aufgebracht werden. Der große Vorteil liegt in einer fugenlosen 3D-Beschichtung mit einem neuartigen Material, das die geforderten Eigenschaften aufweist. Besonders wichtig sind dabei die Rutschsicherheit, die ergonomische Anpassungsfähigkeit und die (gefühlte) warme Oberfläche. Diese übernimmt wiederum eine isolierende Funktion und die Möglichkeit einer Vielzahl verschiedener Foliendekore.

Urteil der Jury:
Das Projekt »Die weiche Wanne« bricht bewusst gleich mit mehreren Paradigmen. Wo steht eigentlich geschrieben, dass eine Badewanne zwangsläufig weiß, kalt und hart sein muss, und dass eine Beschichtungsoberfläche nicht eine gewisse Elastizität aufweisen kann. Unter Ausnutzung des fugenlosen Umformverfahrens der 3D-Beschichtung stellen Claas Ratjen, Jens Claaßen, Holger Riehl, Marco Heuschmann, und Christian Struckmeier in ihrer Gruppenarbeit eine neuartige Sicht auf Sanitärobjekte zu Diskussion, die neben herkömmlichen Qualitäten (v.a. Wasserdichtigkeit) durch eine geeignete Beschichtung über Zusatznutzen wie Rutschsicherheit, eine gewisse ergonomische Anpassungsfähigkeit und eine als warm empfundene Oberfläche verfügen könnten. Dabei sind keinesfalls nur medizinische Anwendungen denkbar. Dem stark wachsenden Bedürfnis nach Entspannung und Ruhe (Wellness) »in den eigenen vier Wänden« kommt dieser Vorschlag geradezu entgegen. Nach Meinung der Jury eröffnet auch dieser Denkansatz ein großes Feld neuartiger Anwendungsmöglichkeiten für die 3D-Technologie und fordert zur technischen Weiterentwicklung von Beschichtungsmaterialien wie zur Aufweitung von Verfahrensgrenzen heraus.